*1751 in Gluchov (Gouv. Černigov, heute Hluchiv, Ukraine), †10. Okt. (28. Sept.) 1825 in St. Petersburg, Komponist. Der Beginn von Bortnjanskijs Biographie ist in vielem typisch für die erste Generation russischer professioneller Komponisten. Mit 6 Jahren wurde er auf die Gesangsschule von Gluchov geschickt. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung kam er bald nach Petersburg in den Pridvornyj chor (Hofchor; seit 1763 Pridvornaja pevčeskaja kapella, Hofsängerkapelle). Dort sang er in Kirchen und im Theater, z. B. in der Partie des Admet (Tenor) in H. Raupachs Oper Alceste. Seine ersten Lehrer waren Raupach (Komposition) und I. Starzer (Kp.), später unterrichtete ihn für drei Jahre B. Galuppi, auf dessen Empfehlung Bortnjanskij 1768 zur Fortführung und Vollendung seiner Kompositionsausbildung nach Italien reisen durfte. Während seines Aufenthaltes in Italien (1768–1778) setzte Bortnjanskij seine Kompositionsstudien bei Galuppi fort (auf der Grundlage zeitgenössischer Opern und geistlicher Musik). Es entstanden einige Werke in westeuropäischen Gattungen: im geistlichen Bereich das Ave Maria (1775), Salve Regina (1776) und die Deutsche Vesper auf lateinische bzw. deutsche Texte, im weltlichen Bereich die ›italienischen‹ Opern Creonte (1776), Alcide (1778) und Quinto Fabio (1778). Nach der...