1. Philipp, * 16. Febr. 1847 in Samter (Posen), † 16. Juli 1917 in Bad Nauheim, Komponist und PädagogeScharwenka, PhilippPhilipp Scharwenka. Wie sein jüngerer Bruder Xaver erhielt er nur sporadisch Musikunterricht und studierte nach dem Besuch des Gymnasiums an der Neuen Akad. der Tonkunst in Berlin bei R. Wüerst und H. Dorn, wo er ab 1868 als Doz. für Theorie und Komposition übernommen wurde. 1874 trat er das erste Mal mit einer Ouvertüre und einer Symphonie in einem eigenen Konzert an die Öffentlichkeit. Mit der Eröffnung des Scharwenka-Kons. in Berlin übertrug ihm sein Bruder Xaver 1881 die Leitung des Theorie- und Kompositionsunterrichts, 1891 dann die der Zweigstelle in New York. Philipp Scharwenka kehrte jedoch 1892 wieder nach Berlin zurück, um die Direktion des dortigen Kons. zu übernehmen. Dirigenten wie H. Richter, A. Seidl, F. Mottl und A. Nikisch führten Werke von ihm auf. Reger widmete ihm 1898 seine 7 Phantasiestücke op. 26. Im Rahmen der 37. Tonkünstler-Versammlung 1900 wurde seine vom Allg. Deutschen Musikverein preisgekrönte Dramatische Fantasie für Orch. op. 108 in Bremen aufgeführt. Scharwenka verfügte zudem über ein beachtliches zeichnerisches Talent, das in drastisch-humorvollen Illustrationen zu A. Moszkowskis Satire Anton Notenquetscher Ausdruck...