*25. (13.) Jan. 1894 in Moskau, †16. März 1956 ebd., Komponist, Musikwissenschaftler und Pädagoge. Evseev war Klavierschüler von L. Konjus und N. Metner (Medtner). 1916 absolvierte er die juristische Fakultät der Moskauer Univ. und 1919 das Moskauer Kons., wo er bei S. Taneev Kontrapunkt und Fuge, bei A. Gol’denvejzer (Goldenweiser) Klavier und bei G. Katuar (Catoire) Komposition studiert hatte. Von 1917 bis 1922 wirkte Evseev erfolgreich als Konzertpianist und Lektor. Zwischen 1919 und 1930 war er zuerst Lehrer, dann Dir. der Taneev-Musikschule in Moskau, seit 1922 Lehrer (seit 1935 Prof.) am Moskauer Kons. sowie von 1936 bis 1941 Prof. am musikpädagogischen Institut für Fernstudium. Er unterrichtete vor allem Harmonielehre, Polyphonie und Formenanalyse. Von 1941 bis 1948 führte er am Moskauer Kons. einen von ihm erarbeiteten Lehrkursus über die Grundlagen der russischen Harmonik und Polyphonie. Evseev war Vors. der Vereinigung für Kammermusik (Associacija kamernoj muzyki, 1929–1932) und später Mitglied des Ausschusses für neue Musikwerke im Komponistenverband.